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orte Nr. 140

Ich ging im Walde so für mich hin ...

Texte von Spaziergängern

 

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Das Thema des Innenteils: Texte von Spaziergängern, unter einem Titel, der Goethe zu verdanken ist: "Ich ging im Walde so für mich hin ...". Erwähnt sei aber zuerst der Mantel: Da stellt Barbara Traber den ersten Band des
Werkes von Vera Piller vor, der soeben im orte-Verlag herausgekommen ist. Sie gilt als die dichterische Stimme der Jugendunruhen von 1980. Ihre Gedichte berühren zutiefst; eine Stimme, die aufrührt und bewegt. Auch der
kürzlich verstorbene Tessiner Lyriker Angelo Casè kommt zu Wort, dank Hans Leopold Davi ebenso der Kubaner Raúl Rivero, der selbst als Linker von Castro in Haft genommen wurde. Zudem wird in einem Interview der Winterthurer Schriftsteller Serge Ehrensperger vorgestellt. Mit seinem Roman "Prinzessin in Formalin" entfesselte er einst in der helvetischen Literaturszene einen regelrechten Skandal und wurde bei späteren Büchern dafür wohl mit Nichtbeachtung abgestraft. Keinen Skandal hervorrufen wird dagegen Virgilio Masciadri mit seinen "Liebesgrüssen aus der Datenbank". Dafür dürfte mancher schmunzeln, der über das Internet-Theater hin und wieder seinen Kopf schüttelt.

Und was Spaziergänger und -gängerinnen betrifft: Alle Mitarbeitenden, die in dieser Nummer keinen Platz fanden, werden sich in einer der nächsten
äussern. In vorliegender kommen zu Wort: Kristin T. Schnider, der Eifelpoet Jochen Arlt mit seinem EifelnackenWalz (manchmal soll er bei Eifelspaziergängen gemeinsam mit Heino fröhlich singen), René Peter dagegen benützt das Auto für Spazierfahrten und ein anderer René, der Basler Regenass, ist am Liebsten im Jura unterwegs. Natürlich kennt man Franz Hohler schon längere Zeit als Wandervogel, weniger den St.Galler Fred Kurer , der zugibt, wie sehr ihn beim Spazieren "der atem plagt". Klaus Merz erschrickt dafür, wenn er auf Landspaziergängen mit "Grüezi Godot!" angesprochen wird, und selbst der Weltenbummler Blaise Cendrars bekennt, dass ihn beim Spazieren die "Hitze fertig macht". Weitere Spaziergänger der beschwingten Nummer: Klabund, Rainer Brambach, Friedrich Schiller, François Debluë, Beat Brechbühl, Max Huwyler, René Oberholzer, Jürg Amann, Regi Claire, Martin R. Dean, Cesare Pavese, Markus Ramseier und Jürg Schubiger.