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E.
Y. Meyer feiert im Oktober 2006 seinen 60. Geburtstag, am gleichen
Jahrestag wie sein Vorgänger C.F. Meyer; er ist in Liestal
BL geboren, ein Schweizer also, der jedoch auch im Ausland als
Schriftsteller ernst genommen wird.
Er
hat längere Aufenthalte in New York, Paris, London und Lesereisen
durch Skandinavien, England und Irland gemacht. Sein Werk reicht
von Romanen, Essays, Erzählungen, Novellen, Theaterstücken
bis zu Gedichten und Bildcollagen. Anders als die meisten Schweizer
Autoren hat er seinen Lehrerberuf schon bald aufgegeben, um sich
intensiv schreibend ohne das finanzielle Sicherheitsnetz eines
Brotberufs Klarheit zu verschaffen über die politischen Machenschaften,
die über seinen Kopf hinweggingen. Meyer hat als 27-Jähriger
einen grossen Wurf, "In Trubschachen", einen modernen
"Bauern-Spiegel", verfasst, der ein Kultroman geworden
ist und heute auf der Leseliste von Germanistik Studierenden steht,
gefolgt u.a. von einem Entwicklungs- und Künstlerroman, einem
Europa-Roman und zuletzt einem viel beachteten Gotthelf-Roman,
den man als langes Prosagedicht bezeichnen könnte.
Sein
jüngster "Streich" heisst "Die Stimme des
toten Generals. Missa de profundis. Ein Requiem auf die Schweiz.
Den Göttern und Vorfahren der Schweizer gewidmet", ein
Gesamtkunstwerk in anklagenden bis irrwitzig komischen Versen
mit eigens von acht avantgardistischen Schweizer Komponisten und
Komponistinnen geschriebener Musik zum Text, gespielt vom Ensemble
bern modern. Schon 1982 hat E. Y. Meyer ein "Plädoyer.
Für die Erhaltung der Vielfalt der Natur bzw. für deren
Verteidigung gegen die ihr drohende Vernichtung durch die Einfalt
des Menschen" verfasst.
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